Kunsttherapie

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar!“
(Paul Klee)

Bevor wir Menschen sprechen lernen, fühlen wir.
Gefühle und Gedanken sind als innere Bilder in uns und bestimmen unsere Wahrnehmung. Sie Gestalt werden zu lassen, bereichert unsere Erfahrung und die Art und Weise unseres Umgangs. Malen, Experimentieren und Spüren eröffnen eine Begegnung mit der individuellen Bilderwelt mit allen Sinnen. Das Spüren, Riechen, Horchen und Betrachten des Materials löst Reaktionen aus, die dem Gestaltenden die Möglichkeiten geben, mit sich in Beziehung zu kommen. Er intensiviert sein Erleben, mit all seinen Empfindungen und Gefühlen. Über die Gestaltung eröffnen sich neue Sichtweisen und Lösungen werden gefunden. Die bewusst gewordenen Empfindungen können differenziert und integriert werden und führen zu einem neuen Umgang.

In der Kunsttherapie geht es nicht darum, „schöne“ Bilder zu malen, sondern um eine Auseinandersetzung mit eigenen Problemen, Fragen und Erleben auf zunächst wortloser Ebene. Damit ist Kunsttherapie nicht nur für „Künstlerinnen“, sondern für jeden Menschen geeignet.

Sorgen, Nöte und Schmerzen werden gestaltet, um ihnen dann mit Abstand begegnen zu können. In der Kunsttherapie wirkt außer dem kreativen Prozess die Beziehung zwischen Klientin und Therapeutin. Sie begegnen einander mit Achtung und Wertschätzung im Hier und Jetzt. Im Laufe dieses Prozesses wandelt sich der gestaltende Mensch selbst und kommt zu sich. Die Arbeit am Bild oder Ton verändert oft auch Ausdruck und Haltung.

Wann ist Kunsttherapie hilfreich:

| Zur Stressbewältigung
| Bei Krisen
| Zur Bewältigung von Trauer
| Bei psychosomatischen Beschwerden
| Zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte
| Wenn Worte fehlen
| Um die eigene Biografie zu erinnern